Teufelskralle

Bei der Teufelskralle handelt es sich um eine Staude, die im südlichen Afrika und hier besonders in der Kalahari, Namibia und Madagaskar beheimatet ist. Ihr illustrer Name leitet sich von der Form der verholzten Früchte ab. Diese krallen sich mit ihren Haken an Gegenstände oder Lebewesen fest und sorgen so für die Verbreitung der Pflanze. Die medizinischen Wirkstoffe entstammen jedoch den knollenartigen sekundären Speicherwurzeln. Es handelt sich hierbei um Bitterstoffe aus der Gruppe der Iridoidglykoside, hauptsächlich Harpagosid, Harpagid und Procumbid, sowie um Flavonoide.
Anwendung
Rheumatische Beschwerden, Arthrose, Arthritis, Wirbelsäulenleiden; Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden (nicht bei Sodbrennen, Gastritis, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür)
Die Teufelskrallenwurzel und das Harpagosid wirken im Tierversuch entzündungshemmend. In klinischen Studien konnte eine Besserung rheumatischer Beschwerden nachgewiesen werden. Die für pflanzliche Arzneimittel zuständige Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsministeriums hat die Teufelskrallenwurzelextrakte als zur unterstützenden Behandlung degenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates geeignet eingestuft. Darüber hinaus hat die Teufelskrallenwurzel eine appetitanregende Wirkung und fördert den Gallensaftfluss.
Wirkungsmechanismus
Das Gesamtextrakt der Teufelskralle ist wie bei vielen pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln wirksamer als die einzeln isolierten Inhaltsstoffe. Der genaue Wirkungsmechanismus des Teufelskrallenwurzelextrakts ist noch nicht geklärt. Man vermutet derzeit eine Hemmung eiweißabbauender Enzyme in der Matrix des Gelenkknorpels. Das Harpagosid hemmt ferner die Synthese (=Herstellung) bestimmter entzündungsauslösender Prostaglandine.
Die Wirkung tritt nach ca. 3-wöchiger Einnahme ein.
Nebenwirkungen
In seltenen Fällen und bei hohen Dosierungen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Magenschmerzen und leichten Durchfällen kommen. Bei bekanntem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür ist von einer Anwendung abzuraten.
Diese Information unseres Beratungsteams basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen. |