Silizium

Beschreibung:
Silizium ist das Element, das am zweithäufigsten auf der Erde auftritt (nach Sauerstoff). Es liegt in den Pflanzen häufig an Pektin und Stärke gebunden vor. Die einzelnen organischen Verbindungen werden im Verdauungstrakt aufgebrochen. Die resorbierte Form des Siliziums ist das Silikation. Silizium wird sehr schlecht resorbiert. Das Spurenelement ist verantwortlich für den Wachstum von Knochen und Bindegewebe. Daher befindet es sich auch größtenteils in den aktiven Wachstumszonen der Knochen. Silizium fördert auch die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung.
Vorkommen:
Der Bedarf an Silizium wird sehr leicht gedeckt, da sehr viel Silizium in Kartoffeln, Mineralwasser, Hirse, Gerste, Hafer und Pektin enthalten ist.
Wirkung:
Die Festigkeit und Elastizität der Gelenkknorpel und des Bindegewebes bewirkt Silizium durch so genannte Verstrebungen zwischen den Eiweißmolekülen. Als Silikat wirkt die Verbindung säurebindend.
Anwendung:
Nahrungsmittel mit einem hohen Siliziumgehalt oder Teeaufgüsse bestimmter Pflanzen, sowie pulverisierte Kieselerde wird bei unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt. Diese Präparate kann man innerlich oder äußerlich anwenden bei Haarausfall, brüchigen Nägeln, Bindegewebsschwäche, Hauterkrankungen wie Pickel, Sonnenbrand, usw., aber auch gegen Zahnfleischbluten, Mundentzündungen und Lungen- bzw. Atemwegserkrankungen.
Folgen von Mangelerscheinungen sind Hautjucken, Haarausfall, Eingeweidebrüche, Bandscheibenbeschwerden, Bänderschwäche und eine geschwächte Abwehr.
Als Magnesiumsilikat wird Silizium gegen Magenübersäuerung eingesetzt.
Besondere Hinweise: Auch bei längerer Einnahme größerer Mengen Kieselerde sind keine Nebenwirkungen zu fürchten. Aber eine längere Aufnahme silikogener Feinstäube führt zur Lungenfibrose, die Atemnot, Husten und Blausucht nach sich ziehen kann. Gefährdet sind hier hauptsächlich Arbeiter im Bergbau und in der Stein-, Kies-, Sand- und keramischen Industrie.
Die entstandene Silikose ist meldepflichtig.
Bedarf: Tagesbedarf 20 - 30 mg

Literatur:
Heinz Scholz "Mineralstoffe und Spurenelemente" ; Hippokrates Verlag GmbH |