Sanikel
Name: Sanikel
Botanischer Name: Sanicula europaea LINNÉ
Umgangssprachlicher Name: Sanikel

Beschreibung:
Der Waldsanikel, aus der Gruppe der Doldengewächse wird zwischen 20 und 50 cm groß. In seinen knöpfchenartigen Döldchen findet man zweierlei Blüten. 1-3 Zwitterblüten mit Staubblättern und langen Griffeln in der Mitte, und rein männliche Blüten, die nur Staubblätter haben, gegen den Rand zu. Weil die Staubbeutel als erstes reifen, kann die Narbe in der Regel nur durch die Pollen von anderen Blüten bestäubt werden. Früher galt der Sanikel als vorzügliches Wundheilmittel. Daher auch der Name Sanikel aus dem lateinischen sanare = heilen. Zu finden ist sie in schattigen Laub- und Mischwäldern, besonders auf guten Lehmböden.
Blüte: Mai- Juni.
Vorkommen:
Herkunft: Europa, Kleinasien, Nordafrika, auch sonst in gemäßigtem Klima
Anwendung:
Anwendungsgebiet: Leichte Katarrhe der Luftwege. Dosierung: Soweit nicht anders verordnet 4 bis 6 g Droge als mittlere Tagesdosis; Zubereitungen entsprechend.
Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Abkochungen sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.
Besondere Hinweise: keine
Wirkstoff/Droge:
Sanikelkraut, bestehend aus den getrockneten oberirdischen Teilen von Sanicula europaea LINNÉ sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
Die Droge enthält Saponine.

Literatur:
Bundesanzeiger
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6.Auflage ; Gustav Fischer Verlag
Sängling, Heinz; Seybold, Siegmund "Lexikon der Pflanzen", Lexikographisches Institut München 1977
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