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Rosskastanie

Name: Rosskastanie
Botanischer Name: Aesculus hippocastanum LINNÉ
Umgangssprachlicher Name: Rosskastanie

Beschreibung:
Die Rosskastanie ist ein bis zu 25 m hoher Baum. Die Blätter sind gegenständig gefingert, die Blüten in der Zeit von Mai- Juni weiß mit gelben oder roten Flecken. Ihre Heimat hat die Rosskastanie in Nordgriechenland. Ihre Früchte sind für den Menschen nicht genießbar. Sie taugen höchstens für das Vieh. Zum Teil haben die Blüten Staubblätter zum Teil Staubblätter und Stempel. Unmittelbar nach dem Aufblühen sind die Saftmale gelb, die Staubblätter nach unten gebogen, die empfängnisfähige Narbe streckt sich nach vorn. Später werden die Saftmale rot und sie Staubblätter krümmen sich nach oben. Auf diese Weise wird eine Selbstbestäubung verhindert. Die bitter schmeckenden Samen werden vom Wild gefressen.

Vorkommen:
Herkunft: Ursprünglich Vorderasien, Kaukasus, Balkan
Standort: Durch Kultivierung in Nordeuropa weit verbreitet

Wirkung:
Die Droge wirkt antiödematös, antiexsudativ (gegen Ausschwitzung), die Kapillarresistenz steigernd, erhöhte Kapillarpermeabilität herabsetzend, die Venen tonisierend und damit den venösen Rückfluss fördernd.
Nebenwirkung: Nach Einnahme in Einzelfällen Juckreiz, Übelkeit und Magenbeschwerden (Saponin-Schleimhautreizungen).
Empfehlung: Präparat zum Essen einnehmen oder auf ein magensaftresistentes Medikament umsteigen.

Anwendung:
Anwendungsgebiete: Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen (chronische Veneninsuffizienz), zum Beispiel Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Beinschwellungen. Dosierung und Art der Anwendung: Tagesdosis: 100 mg Aescin entsprechend 2x täglich 250 bis 312,5 mg Extrakt in retardierender Darreichungsform.
Besondere Hinweise: Weitere vom Arzt verordnete nichtinvasive Maßnahmen wie zum Beispiel Wickeln der Beine, Tragen von Stützstrümpfen oder kalte Wassergüsse sollten unbedingt eingehalten werden.
Gegenanzeigen: Nierenschädigung, Niereninsuffizienz, intraarterielle Injektion.

Wirkstoff/Droge:
Die Droge enthält ein Triterpenglykosid-Gemisch.

Literatur:
Bundesanzeiger
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6.Auflage ; Gustav Fischer Verlag
Sängling, Heinz; Seybold, Siegmund "Lexikon der Pflanzen", Lexikographisches Institut München 1977