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Quecke

Name: Quecke
Botanischer Name: Elytrigia repens (Elymus repens (L.) GOULD. ssp. repens)
Sonstige, umgangssprachliche Namen: Agropyron repens (L.) GOULD

Beschreibung:
Die zur Familie der Poaceae gehörende Gemeine Quecke ist ein sehr verbreitetes Kraut und erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 m. Sie besitzt einen unterirdischen, verzweigten und weißlichen Wurzelstock. Der Stengel ist aufrecht und glatt. Die Blätter sind grasartig, schmal und linealisch, mit glatten Blattscheiden. Sie sind zunächst (im Jugendalter) behaart und später kahl. Am Übergang zur Blattspreite haben sie zwei lange, spitze, übereinander greifende Öhrchen. Die Blattspreiten sind 3-10 mm breit und flach und haben auf der Oberseite lange Haare. An der Ährenachse sitzen die Ähren zweizeilig mit zwei 6-11 mm langen, kurz begrannten Hüllspelzen am Grund und 3-6 blütentragenden, 8-11 mm langen Deckspelzen.
Blütezeit: Juni bis Juli
Sammelzeit für die Wurzel: Im März, im April und im Herbst

Vorkommen:
Verbreitung: Europa, Nordasien, Nordafrika, Nordamerika
Standort: Äcker, Gärten und Wegränder

Wirkung:
Die Droge hat eine leicht diuretische (harntreibende) Wirkung, bei Erkrankungen der Atemwege wirkt sie reizlindernd.
Nebenwirkung: Keine bekannt.

Anwendung:
Anwendungsgebiete: Prostatadenom, Erkrankungen der Nieren und des Harnwegs, Atemwegserkrankungen, rheumatische Beschwerden, Hautunreinheiten
Dosierung und Art der Anwendung: 2-3 Teelöffel der Droge werden mit 150 ml kaltem Wasser angesetzt und dann langsam erhitzt bis zum Kochen und nach 5-10 Min. abgeseiht. Es sollte mehrmals täglich (bis zu viermal) eine Tasse getrunken werden.
Besondere Hinweise: Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr während der Einnahme sollte geachtet werden. Die Droge sollte nicht angewendet werden bei Ödemen die aus einer Herz- oder Niereninsuffizienz resultieren.

Wirkstoff/Droge:
Der Wurzelstock der Quecke (Rhizoma Graminis) enthält Polysaccharide (z.B. das Fructan Triticin), Schleimstoffe, Kieselsäure und Silikate, Zuckeralkohole (z.B. Mannitol und Inositol), wenig ätherisches Öl, p-Hydroxyzimtsäurealkylester und Saponine

Literatur:
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage; Gustav Fischer Verlag
Dieter Podlech "GU-Naturführer-Heilpflanzen", 3. Auflage; Gräfe und Unzer Verlag
Rita Rothmaler "Phytotherapie"; Sonntag Verlag
Dr. Renate Zeltner, Renzo Corcos "Die besseren Pillen. Band 2. Heilkräuter und ihre Anwendung"; Mosaik Verlag
Norman Grainger Bisset (Hrsg.) "Herbal Drugs and Phytopharmaceuticals"; Medpharm Scientific Publishers