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Pantothensäure

Beschreibung:
Die Pantothensäure ist ein wasserlösliches Vitamin, das für den Aufbau des Coenzyms A (CoA) notwendig ist. Durch die Nahrungsaufnahme wird sie zum Bestandteil des Coenzyms A und der Fettsäuresynthese. Die Freisetzung und Resorption findet im Magen und Darm statt. Der Transport der Pantothensäure zu den Geweben und in die Zellen erfolgt durch eine Proteinverbindung auf dem Blut- und Lymphweg. In Herzmuskel, Leber, Nebenniere, Niere und Plasma sind Konzentrationen der Säure vorhanden.

Vorkommen:
In fast allen Lebensmitteln kommt Pantothensäure in geringen Mengen vor. Besonders gute Vitaminquellen sind: Leber, Fisch, Milchprodukte, Eigelb, Hefe, Getreide, Pilze, Kohlgemüse und Hülsenfrüchte.
Herkunft: Pflanzen und einige menschliche Darmbakterien

Wirkung:
Durch den Bestandteil der Pantothensäure im Coenzym A ist sie beim Abbau von Kohlenhydraten, Aminosäuren und Fetten beteiligt. Zur Synthese von Fettsäuren, Cholesterin und Steroiden ist sie zusätzlich notwendig.
Nebenwirkung: Keine bekannt.

Anwendung:
Anwendungsgebiete: Versuchsweise wird Pantothensäure eingesetzt bei Darmatonie, Verbrennungen (Sonnenbrand), Analfissuren (Einrisse in den radiären Falten der Afterschleimhaut), Brustrhagaden (Hautrisse, Schrunden der Brust) und Haarwuchsstörungen.
Bedarf: Der tägliche Bedarf bei einer Mischkost mit dem Energiegehalt von 2000 - 2500 kcal beträgt bei einem Erwachsenen ca. 10 mg Pantothensäure.
Schätzwerte:
- bis zu 1 Jahr: 2-3 mg/Tag
- bis zu 13 Jahren: 4-5 mg/Tag
- ab 13 Jahren: 6 mg/ Tag
Überdosierung: Leichte Darmstörungen und Diarrhöen (Durchfall) können bei langfristigen Einnahmen (mehr als 10 g/Tag) auftreten.
Besondere Hinweise: Mangelsymptome: Pantothensäuremangel tritt sehr selten auf. Unspezifische Symptome wie Hautschädigungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Reflexstörungen und Beeinträchtigung der Nebennierenfunktion können Hinweise auf einen Mangel an Pantothensäure sein. Das "burning feet syndrome" tritt bei fortgeschrittenem Mangel auf (nach ca. 4 Monaten). Es äußert sich durch Kribbeln in den Zehen, Taubheitsgefühl und anschließend stechende Schmerzen in den Füßen.
Vitaminverluste: Durch Hitze und Wasser
Negativ für den Vitaminbedarf:

  • Krankheit Diabetes mellitus und Resorptionsstörungen
  • Medikament: Orale Kontrazeptiva
  • chronischer Alkoholkonsum

Literatur:
Klein, Klaus (Hrsg.) "Vitamine"; Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 1996
Biesalski, Hans-Konrad (Hrsg.) "Ernährungsmedizin"; Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1995