Nachtkerze
Name: Nachtkerze
Botanischer Name: Oenothera biennis L.

Beschreibung:
Die zur Familie der Onagraceae gehörende Pflanze wird bis zu 2 m hoch. Die Stängel sind behaart, beblättert und kantig. Die Grundblätter sind länglich und eiförmig, buchtig gezähnt bis fast ganzrandig, die Stängelblätter sind zahlreich und etwas kleiner. Die leuchtend gelben Blüten des aufrechten und traubigen Blütenstandes sind sitzend und durch die dünne, 1,8-5 cm lange Blütenröhre scheinbar gestielt. Die Kelchblätter sind zurückgeschlagen, die Kronblätter sind 2-3 cm lang, die Staubblätter sind viel kürzer. Die Früchte sind filzige Kapseln, stumpf vierkantig und bis zu 3 cm lang. Sie enthalten bis zu 300 rundliche Samen ohne Haarschopf. Die Blüten der Nachtkerze öffnen sich abends für nur eine halbe Minute.
Blütezeit: Juni bis Oktober
Sammelgut: Samen
Vorkommen:
Herkunft: Europa, eingeschleppt aus Nordamerika
Vorkommen: Bahndämme, Straßenböschungen, Wegränder, Ödland
Wirkung:
Die Droge wirkt antiarteriosklerotisch (Prophylaxe?), sie hat Einfluss auf die Prostaglandinsynthese(?), vor allem hinsichtlich einer Hemmung allergischer Phänomene und einer Steigerung der Sekretion mehrerer Hormone, und sie gleicht den Mangel an Gamma-Linolensäure bei Atopikern aus.
Nebenwirkung: Keine bekannt.
Anwendung:
Anwendungsgebiete: Atopisches, hyperaktives Ekzem (Neurodermitis), Ichthyosis (Hauttrockenheit), Gamolensäure wird auch zur Therapie des prämenstruellen Syndroms empfohlen.
Dosierung und Art der Anwendung: Das Nachtkerzenöl wird teelöffelweise eingenommen.
Besondere Hinweise: Die Wirksamkeit von Nachtkerzenöl wird immer noch kontrovers beurteilt.
Wirkstoff/Droge:
Das Öl der Samen von Oenothera Biennis LINNÉ enthält essentielle Fettsäuren, insbesondere Gamma-Linolensäure (Gamolensäure).

Literatur:
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage; Gustav Fischer Verlag
Model Monographs of the World Health Organization
Wagner, Wiesenauer "Phytotherapie"; Gustav Fischer Verlag |