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NADH (Coenzym 1)



NADH ist die Abkürzung für die reduzierte (und somit energiereiche) Form von Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid. Das H steht für Hydrogenium (Wasserstoff), dem energiereichen Teil dieser Verbindung.

NADH ist das aktive Coenzym von Vitamin B3 und wird häufig auch als Coenzym 1 bezeichnet. NADH kommt in allen Körperzellen vor und ist an mehreren hundert verschiedenen enzymatischen Reaktionen in der Zelle beteiligt. Es wird zum Aufbau vieler Neurotransmitter (Botenstoffe im Nervensystem) wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin benötigt. Die Hauptaufgabe von NADH besteht im Transport des bei Stoffwechselreaktionen freigesetzten Wasserstoffs (Hydrogenium, H) und der daran gebundenen Energie. Daher ist NADH ein hervorragender Energielieferant. Somit kann eine Einnahme bei allen Formen des Energiemangels und einer verminderten Leistungsfähigkeit des Gehirnes hilfreich sein.

Außerdem hat NADH eine sehr starke antioxidative Wirkung. Dies ist besonders wichtig, wenn man die zahlreichen oxidativen Stressfaktoren (wie Lärm, Umweltgifte und Genussmittelmissbrauch) bedenkt, denen wir in unserer modernen Industriegesellschaft in zunehmendem Maße ausgesetzt sind. Häufig führen diese Stressfaktoren dazu, dass wir uns nach einem anstrengenden Tag ausgelaugt fühlen und keine Kraft bzw. Energie mehr haben.

In den USA wird NADH bereits seit vielen Jahren mit großem Erfolg angewendet: Als Energie- und Kraftlieferant gegen Stress, bei Nervosität, bei chronischer Müdigkeit, bei Leberproblemen, bei Herzschwäche, bei Depressionen, bei Erschöpfung und Immunschwäche. Es scheint, dass die Anwendung von NADH sogar bei Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer helfen kann.

Aufgabe von NADH für das Gedächtnis
Das Gedächtnis ist aus einer Reihe von Funktionssystemen zusammengesetzt. Zunächst nehmen wir Signale von außen war, die uns in Form eines Reizes erreichen und biochemische Reaktionen in den Zellen des zentralen Nervensystems in Gang setzen. Dabei übertragen Botenstoffe (Neurotransmitter), die Informationen zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Die bekanntesten dieser so genannten Neurotransmitter sind Adrenalin sowie seine Vorstufe Noradrenalin und Dopamin. Wird die Produktion dieser Neurotransmitter erhöht, verbessert sich auch das Gedächtnis. Des Weiteren spielt das Enzym Tyrosinhydroxylase (TH) eine wichtige Rolle. Es ist ebenfalls in der Lage, Informationen von einem äußeren Reiz zu speichern und später wieder abzurufen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Coenzym NADH sowohl die Produktion der Neurotransmitter, als auch des Enzyms Tyrosinhydroxylase (TH) erheblich steigern kann. Steht den Zellen dagegen zu wenig NADH zur Verfügung, sinkt die Konzentration der Neurotransmitter und das Gedächtnis lässt nach. In Amerika gilt NADH deshalb als ein potenter Gedächtnisverstärker für alle, die geistig aktiv sind und es auch bleiben wollen.

Alzheimer-Erkrankung (Morbus Alzheimer)
NADH wurde bei 17 Patienten mit Alzheimer angewendet. Bei allen Patienten konnte nach einer Therapiedauer zwischen 8 und 12 Wochen eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten festgestellt werden. (The Annals of Clinical and Laboratory Science USA, Jan-Feb 1996, 26 (1) pl-9)

Parkinson-Erkrankung (Morbus Parkinson)
Morbus Parkinson zählt bis heute genau wie die Alzheimer-Erkrankung zu den unheilbaren Krankheiten. Betroffen sind etwa ein Prozent der über 60-jährigen, wobei die Krankheit häufiger Männer als Frauen befällt. Zu den Symptomen der Krankheit zählen eine Steifheit und ein Zittern der Muskulatur sowie einer Verlangsamung der Bewegung.
Bei der Parkinson-Krankheit fehlt dem Gehirn der Signalstoff Dopamin. Das Gehirn braucht diesen Stoff jedoch für die Bewegungskontrolle. Dopamin wird in speziellen Regionen des Gehirns (in den Stammganglien) gebildet. Es wird ständig produziert und abgebaut. Bei der Parkinson-Krankheit ist die Produktion dieses Stoffes vermindert und da der Abbau gleich bleibt fehlt dem Körper nach kurzer Zeit Dopamin.
Eine Erhöhung des NADH–Spiegels kann im Gehirn eine verbesserte Bildung von lebenswichtigen Neurotransmittern (Botenstoffen) zur Folge haben.
Groß angelegte Studien, in denen NADH oral eingenommen oder injiziert wurde, zeigten eine Verringerung der körperlichen Beschwerden und der notwendigen Medikamentendosis.
In einer Studie mit 34 Parkinson-Patienten konnte bei allen Patienten eine Besserung der Beschwerden festgestellt werden. Bei 61,7% der Patienten verbesserten sich die Beschwerden sogar um über 30%. Gleichzeitig mit der Abnahme der Beschwerden konnte eine Stimulation der körpereigenen Bildung von L-Dopa festgestellt werden. Die hierbei verwendete therapeutische Dosierung lag zwischen 25 und 50 mg pro Tag. Die positive NADH-Wirkung scheint somit besser zu wirken, wenn die Erkrankung noch im Anfangsstadium ist.

Chronisches Müdigkeitssyndrom
Das chronische Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome: CFS), ist ein vielgestaltiges Krankheitsbild. Im Vordergrund steht eine schwere und lang andauernde Müdigkeit (über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monate), für die sich keine körperlichen Ursachen finden lassen. Zu den vielfältigen weiteren Beschwerden zählen Konzentrationsschwäche, Kopf- und Muskelschmerzen, Benommenheit, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Depressionen.
Da NADH die Energiebereitstellung in der Zelle fördert, kann es als "Energietreibstoff", genauso wie das Benzin für den Motor, hilfreich sein.
In einer 1999 an der Georgetown University School of Medicine durchgeführten Studie, konnte die Wirksamkeit von NADH nachgewiesen werden. In der durchgeführten 12-wöchigen Studie bekamen die Teilnehmer entweder 10 mg NADH pro Tag oder ein Placebo (Scheinmedikament). Nach vier Wochen erhielten die Patienten weder NADH noch das Placebo und die letzten vier Wochen bekam die Gruppe, die anfänglich ein Placebo genommen hatte das NADH, während die ehemalige NADH-Gruppe ein Placebo erhielt. Von den insgesamt 26 Patienten sprachen 31 Prozent auf eine Behandlung mit NADH an. Eine darauf folgende Studie (mit teilweise höheren Dosierungen) über den Zeitraum von 6 Monaten führte sogar bei 72 % der Teilnehmer zu einer Linderung der Symptome.
Prof. Dr. Birkmayer geht (lt. einer Veröffentlichung im Journal für orthomolekulare Medizin, 2/1999) davon aus, dass die Dosis von 10 mg bei manchen stark übergewichtigen Patienten zu niedrig angesetzt war. So stellte man in der Folgestudie fest, dass sich einige Patienten mit einer Dosierung von 30 mg NADH pro Tag ausgezeichnet fühlten, während sie mit nur 10 mg immer noch Symptome der Müdigkeit bemerkten. Zur Therapie des CFS scheint daher die Einnahme von mindestens 10 mg NADH erforderlich zu sein. Im Rahmen einer ärztlichen Behandlung kann die Dosierung aber durchaus bis auf 30 mg gesteigert werden und zwar solange bis eine deutliche Verbesserung der Symptome eintritt. Danach ist eine schrittweise Verringerung der Dosierung sinnvoll.

Jetlag
Bei Langstreckenflügen verursacht die Zeitverschiebung und die dadurch verursachte Verschiebung des gewohnten Tag-Nacht-Rhythmus zahlreiche Beschwerden wie Unkonzentriertheit, Schläfrigkeit am Tag und Schlaflosigkeit in der Nacht. Stark betroffen sind vor allem Personen über 30, die einen starren Tagesablauf haben. Je mehr Zeitzonen übersprungen werden, desto länger hält der Jetlag an. In der Regel dauert es ca. einen Tag pro übersprungener Zeitzone bis sich der Körper an den neuen Wach-Schlaf-Rhythmus gewöhnt.
Forscher der Universität Georgetown und des Washington Neurophysiological Institut fanden heraus, dass die Einnahme von NADH die Begleiterscheinungen des Jetlag verringern kann. Durch die Einnahme von NADH wird die Produktion von ATP (Adenosintriphosphat) in der Zelle gesteigert und die Bildung von Dopamin (ein wichtiger Neurotransmitter /Überträger von Nervenimpulsen im Gehirn) angeregt. Hierdurch können die unangenehmen Begleiterscheinungen von Langstreckenflügen wie Schläfrigkeit und Unkonzentriertheit abgemildert werden.

Depressionen
Man geht davon aus, dass bei Depressionen der Serotonin-, Dopamin- und/oder Noradrenalinspiegel im Gehirn erniedrigt ist. Da NADH die Ausschüttung dieser Neurotransmitter anregt, liegt die Vermutung nahe, dass die Anwendung auch bei Depressionen hilfreich sein kann. In einem 1992 in New Trends in Clinical Pharmacology veröffentlichtem Bericht, wurde in einer Studie mit 205 depressiven Patienten eine 93%-ige positive Wirkung festgestellt, nachdem sie mit NADH behandelt wurden. Dabei stellte man vor allem bei Patienten unter 65 Jahren und bei Patienten bei denen die Krankheit erst kurze Zeit bestand, eine Besserung fest.

Anti-Aging
Biologisch kann der Alterungsprozess als eine Umwandlung von einem energiereichen zu einem energiearmen Zustand gesehen werden. NADH spielt eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von neuer Energie. Ferner spielt NADH eine Schlüsselrolle bei der Regenerierung der Zellen und der Reparatur der DNA. Je mehr DNA repariert werden muss, desto mehr NADH verbraucht die Zelle. Je mehr NADH eine Zelle zur Verfügung hat, desto größer ist ihre Fähigkeit alte, verletzte oder beschädigte Zellen zu erneuern. Schäden der DNA werden als Grundlage einer Vielzahl von degenerativen Erkrankungen des Gehirns wie der Alzheimer Erkrankung vermutet.
NADH spielt außerdem eine wichtige Rolle zur Erhaltung der geistigen Beweglichkeit und des Erinnerungsvermögens, indem es die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin im Gehirn anregt. Dopamin und Noradrenalin sind wichtig für die geistige Aufmerksamkeit, das Denken, die kognitiven Fähigkeiten wie Erinnerungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit, die Stimmung und vieles, vieles mehr. Klinische Studien ergaben, dass das Gehirn um so besser funktionierte je mehr NADH ihm zur Verfügung stand. Eine ergänzende Einnahme von NADH kann also sinnvoll sein, um die negativen Begleiterscheinungen des Alterungsprozesses auf das Gehirn (wie z.B. Gedächtnisschwäche) zu verringern.
Eine Studie hat gezeigt, dass NADH die Konzentration von Cholin im Gehirn steigert, indem es das Cholin aus cholinhaltigen Phospholipiden freisetzt. Aus Cholin wird der Neurotransmitter Acetylcholin hergestellt, das für die Konzentrationsfähigkeit und das Vorstellungsvermögen benötigt wird.

Vorkommen
Der Körper kann NADH selber bilden. Die körpereigene Bildung von NADH setzt jedoch nicht nur eine ausreichende Niacin-Zufuhr voraus, sondern ist darüber hinaus auch von einer lückenlosen und ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen wie Vitaminen, Spurenelementen und Pflanzennährstoffen abhängig. NADH kommt in allen lebenden Zellen vor und somit auch in vielen Nahrungsmitteln, z.B. in Herz (90 mg/kg), Hirn (50 mg/kg), Muskelfleisch (Rind - 50 mg/kg) Leber (40 mg/kg), Niere (40 mg/kg) und Blut (3 mg/kg).
Vor allem Muskelgewebe von Fisch und Geflügel sowie die Lebensmittel, die mit Hefe hergestellt werden, weisen einen hohen Gehalt an NADH auf. Der Gehalt von NADH in Obst und Gemüse ist dagegen nur sehr gering. Da NADH durch Luftsauerstoff und den Kochvorgang zerstört und durch Magensäure abgebaut wird, ist das NADH aus der Nahrung leider jedoch nicht verfügbar.

Diese Information unseres Beratungsteams basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.