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Myrrhenstrauch

Name: Myrrhenstrauch
Botanischer Name: Commiphora molmol ENGL. u. a. Arten
Umgangssprachlicher Name: Myrrhe

Beschreibung:
Der Myrrhenstrauch gehört zu der Familie der Burseraceae. Die tropischen Bäume und Sträucher der Burseraceae enthalten in allen Teilen Harz, vor allem die Rinde. Die unpaarig gefiederten Blätter sind meist spiralig und an den Zweigspitzen gedrängt angeordnet. Nebenblätter können fehlen. Die unscheinbaren, meist grünlich oder beigen Blüten sind an den Zweigspitzen oder seitenständig in reichen Rispen angeordnet. Sie sind oft eingeschlechtlich. Die Kelchblätter sind verwachsen, die Kronblätter frei in drei bis fünfzähligen Blütenkreisen. Der Fruchtknoten ist oberständig, der Griffel einfach. Die Frucht ist eine Steinfrucht und in seltenen Fällen eine Kapsel.

Vorkommen:
Herkunft: Arabische Halbinsel, Ostafrika, Malesien, Südamerika, Afrika

Wirkung:
Die Droge wirkt adstringierend (zusammenziehend), desinfizierend, desodorierend (schlechten Geruch beseitigend) und granulationsfördernd.
Nebenwirkung: Keine bekannt.

Anwendung:
Anwendungsgebiete: Lokale Behandlung leichter Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Myrrentinktur: zwei- bis dreimal täglich mit der unverdünnten Tinktur betupfen bzw. zum Spülen oder Gurgeln 5 bis 10 Tropfen in ein Glas Wasser geben. In Zahnpulvern entsprechend 10% gepulverte Droge.
Art der Anwendung: Gepulverte Droge, Myrrhentinktur sowie andere galenische Zubereitungen zur lokalen Anwendung.
Besondere Hinweise: keine

Wirkstoff/Droge:
Myrrhe, bestehend aus dem aus der Rinde von Commiphora molmol ENGLER ausgetretenen und an der Luft getrockneten Gummiharz sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Myrrhe kann auch von anderen Commiphora-Arten stammen, soweit die Droge in ihrer chemischen Zusammensetzung vergleichbar ist.

Literatur:
Bundesanzeiger
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6.Auflage ; Gustav Fischer Verlag
Heywood, V.H. "Blütenpflanzen der Welt", Birkhäuser Verlag Basel 1982