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Melisse

Name: Melisse
Botanischer Name: Melissa officinalis LINNÉ
Umgangssprachlicher Name: Zitronenkraut
Sonstige, umgangssprachliche Namen: Zitronenmelisse, Zitronenkraut, Citronelle, Honigblume, Honigblum, Immenblatt, Honigblatt, Bienenkraut, Wanzenkraut, Balsam-Melisse, Frauenkraut, Bienkraut, Pfaffenkraut, Frauenwohl, Mutterkraut, Herztrost, Herzkraut, Englische Melisse, Englische Brennessel, Hasenohr, Gartenmelisse

Beschreibung:
Die Melisse ist eine krautige, stark verästelte Pflanze. Sie wird bis zu 1 m groß und hat eiförmige, gekerbte, krause Blätter. Die quirlförmig angeordneten Blüten sind weißlich-rot bis rötlich. Die Blätter haben einen zitronenartigen Geruch, der nach dem Trocknen noch stärker wird. Die Melisse wächst in dichten Büscheln und entfaltet ihre Blumenkronen in der ersten Sommerhälfte.
Sammelgut: Blätter
Sammelzeit: kurz nach der Blüte, bei trockenem Wetter

Vorkommen:
Herkunft: östlicher Mittelmeerraum, Westasien
Standort: in Gärten kultiviert; aus Gärten verwildert: Wegesränder, Weinberge, Schuttabladeplätze, alte Gemäuer, zwischen Hecken

Wirkung:
Die Droge wirkt beruhigend und karminativ (gegen Blähungen).
Nebenwirkung: Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Anwendung:
Melissenblätter:
Anwendungsgebiete: nervös bedingte Einschlafstörungen und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden.
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: 1,5-4,5 g Droge auf eine Tasse als Aufguss mehrmals täglich nach Bedarf.
Art der Anwendung: Geschnittene Droge, Drogenpulver, Flüssig-Extrakt oder Trocken-Extrakt für Aufgüsse und andere galenische Zubereitungsformen. Zerkleinerte Droge sowie deren Zubereitungen zum Einnehmen
Besondere Hinweise: Kombinationen mit anderen beruhigend und/oder karminativ wirksamen Drogen können sinnvoll sein. Bei Melissengeist ist der hohe Alkoholgehalt zu beachten (80 Volumenprozent).

Wirkstoff/Droge:
Melissenblätter, bestehend aus den frischen oder getrockneten Laubblättern von Melissa officinalis LINNÉ, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Blätter enthalten mindestens 0,05 % (V/G) ätherisches Öl, bezogen auf die getrocknete Droge. Hauptbestandteile des ätherischen Öls sind: Citronellal, Citral a, Citral b sowie weitere Mono- und Sesquiterpene. Weiter sind in den Blättern enthalten: Lamiaceen-Gerbstoffe, Triterpensäuren, Bitterstoffe und Flavanoide.

Literatur:
Bundesanzeiger
Inge Lindt "Naturheilkunde" ; Buch und Zeit Verlags GMBH Köln
Maurice Mességué "Das Mességué Heilkräuter Lexikon" ; Verlag Fritz Molden
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6.Auflage ; Gustav Fischer Verlag
Dörfler, Roselt "Unsere Heilpflanzen" ; Frankh Verlag Stuttgart