Kolabaum
Name: Kolabaum
Botanischer Name: Cola nitida SCHOTT et ENDL. u. a.
Umgangssprachlicher Name: Cola
Sonstige, umgangssprachliche Namen: Cola,
Kola,

Beschreibung:
Der bis zu 20 m hohe Kolabaum besitzt wechselständige, teilweise langgestielte, elliptisch bis länglich-eiförmige bis 20 cm lange, bis10 cm breite Blätter. Sie sind ledrig derb, ganzrandig und manchmal zerschlitzt. Die teilweise zwittrigen, teilweise männlichen Blüten stehen in sproßbürtigen, reichblütigen Rispen. Die aus fünf gelblichen, geaderten, bis 3 cm langen, oval-lanzettlichen Kelchblättern bestehende "Blütenhülle" entsteht aus dem Abort der Blütenblätter. Der Kelch ist am Grunde zu einem Becher verwachsen. Die Antheren der männlichen Blüten sind zu einer Staubblattsäule vereinigt. Die weiblichen Blüten besitzen einen oberständigen, fünffächrigen Fruchtknoten, mit fünf aufsitzenden papillösen Narben und zehn grundständigen Staubblättern mit kurzen Staubfäden. Die Pflanze entwickelt ein bis fünf Balgfrüchte, welche sich während des Reifens auseinanderspreizen. Diese mit der Spitze nach unten gerichteten, länglich-ovalen Früchte sind bis zu 12 cm lang. Sie haben eine wellig-rundliche, bräunlich gefärbte Oberfläche. Jede Frucht hat zwei bis sechs, ca. 4 bis 5 cm lange, 3 cm dicke seitlich abgeflachte, oval-kegelförmige Samen. Die braune Samenschale ist pergamentartig dünn, kahl. Sie besitzt im Innnern zwei große, fleischige, rötlich bis grünlich-weiße Keimblätter.
Vorkommen:
Herkunft: Tropisches westliches Afrika
Standort: in verschiedenen tropischen Gebieten kultiviert
Wirkung:
Tierexperimentell: analeptisch (belebend), stimuliert die Magensäureproduktion, lipolytisch (fettspaltend), motilitätssteigernd (die Muskelbewegungen des Darms steigernd).
Im Vergleich zum Methylxanthin Coffein schwächere diuretische (harntreibende) und positiv chronotrope (Frequenz der Herztätigkeit beeinflussende) Wirkung.
Nebenwirkung: Einschlafstörungen, Übererregbarkeit, nervöse Unruhezustände. Magenbeschwerden sind möglich. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:
Wirkungsverstärkung durch psychoanaleptisch wirksame Arzneimittel und coffeinhaltige Getränke.
Gegenanzeigen: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre.
Anwendung:
Anwendungsgebiete: Geistige und körperliche Ermüdung.
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet:
Tagesdosis:
2,0 - 6,0 g Kolasamen (Erg. B. 6)
0,25 - 0,75 g Kolaextrakt (Erg.B.6)
2,5 - 7,5 g Kola-Fluidextrakt (Erg.B.6)
10,0- 30,0 g Kola-Tinktur (Erg.B.6)
60,0 - 180 g Kolawein (Erg.B.6)
Art der Anwendung: Drogenpulver sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.
Besondere Hinweise: keine
Wirkstoff/Droge:
Kolasamen, bestehend aus den von den Samenschalen befreiten Samenkernen von verschiedenen Spezies der Gattung Cola SCHOTT et ENDLICHER, besonders von Cola nitida (VENTENAT) SCHOTT et ENDLICHER, sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
Die Droge enthält mindestens 1,5% Methylxanthine (Coffein, Theobromin), Catechingerbstoffe.

Literatur:
Bundesanzeiger
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6.Auflage ; Gustav Fischer Verlag |