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IP-6

IP-6 (Inositol-Hexaphosphat, Phytinsäure, Phytat)

Der "Mineralstoffräuber" wird als Heilmittel wieder entdeckt

Haben Sie auch schon gehört, dass Vollkornprodukte ungesund sind, da die reichlich enthaltene Phytinsäure die Aufnahme von Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium und Zink verschlechtern soll?

Es ist zwar richtig, dass die Phytinsäure unter bestimmten Bedingungen Mineralstoffe binden und dadurch die Aufnahme z.B. von Eisen und Zink beeinträchtigen kann. Aber einerseits sind diese Verbindungen von vielen Faktoren abhängig wie der Anwesenheit weiterer Komplexbildner, finden also nicht zwangsläufig statt. Und andererseits kann die Phytinsäure hierdurch auch vor einem eventuellen Überschuss von Eisen schützen, der das Immunsystem schädigen könnte. Auch eine schützende Funktion gegenüber Nierensteinen ist auf diese Wirkung zurückgeführt. Grund genug, endlich die gesundheitlichen Vorteile der Phytinsäure zu beachten.

Was ist IP-6?
Phytinsäure (neuerdings unter der Abkürzung IP-6 bekannt) ist ein Derivat (Abkömmling) des B-Vitamins Inositol. Natürlicherweise kommt IP-6 in jeder Körperzelle vor. Sie ist ein natürlicher Bestandteil von Pflanzenfasern und vor allem reichlich in der Reiskleie vorhanden.

Die Heilwirkungen der in der Reiskleie vorhandenen gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe sind den Völkern Asiens seit Jahrtausenden bekannt. Ein Brei aus frischer Reiskleie galt z.B. in Indien als gängiges Heilmittel bei zahlreichen Erkrankungen. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist inzwischen bekannt, dass Inositol-Hexaphosphat (IP-6) eine der enthaltenen Substanzen ist, die für die Heilwirkungen verantwortlich ist.

In Kyoto, Japan fand vom 8-9 Juni ein Symposium zur Prävention von Krankheiten mit IP-6 und anderen aus Reis gewonnen Substanzen statt. Und auch das Institut für medizinische Forschung in San Jose, Californien hat die positive Wirkung von IP-6 auf die Gesundheit eingehend erforscht.
IP-6 scheint ein wirksames Antioxidans zu sein und die Funktion der natürlichen Killerzellen zur fördern. Zudem scheint eine krebsvorbeugende Wirkung bewiesen zu sein. In Studien zeigte eine Nahrungsergänzung mit einer hohen Dosierung von IP-6 einen wesentlichen Schutz vor Darmkrebs. Eine Schutzwirkung gegen Brustkrebs wird angenommen, ist jedoch noch nicht bewiesen.

Ferner soll IP-6 eine regulierende Funktion auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel ausüben und erhöhte Blutfettwerte senken zu können. Es könnte somit einen wirksamen Schutz vor Herz-Kreislaufkrankheiten bieten.

IP-6 ist eine natürliche und risikolose Nahrungsergänzung. Nur wenn Sie an einer Unterversorgung mit Eisen leiden, sollten Sie auf die Einnahme von IP-6 verzichten. Möchten Sie IP-6 über einen Zeitraum von mehreren Monaten einnehmen, sollten Sie auf Anzeichen einer evtl. Unterversorgung mit Eisen achten.

Diese Information unseres Beratungsteams basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.