Hibiskus
Name: Hibiskus
Botanischer Name: Hibiscus sabdariffa L.
Umgangssprachlicher Name: Hibiscusblüten
Sonstige, umgangssprachliche Namen: Afrikanische Malve,
Roselle,
Hibiscusblüten,
Sabdariff-Eibisch,
Sudan-Tee,
Malventee

Beschreibung:
Die zur Familie der Malvaceae gehörende Pflanze hat auffallend große, gelbe Blüten. Die erwachsene Pflanze erreicht eine Höhe von 5 m. Der Blütenkelch ist ungefähr 2-3,5 cm lang, wobei im oberen Teil des Kelches dickflüssiger und dunkler Nektar vorzufinden ist. Zur Fruchtzeit werden die roten Kelche fleischig.
Vorkommen:
Herkunft: Ursprung ist vermutlich das Gebiet der Nigerquellen
Anbau: Weltweit in tropischen Ländern kultiviert (Sudan, Afrika, Java, Amerika.).
Wirkung:
Durch die Kaliumsalze kann die Droge bei Entwässerungskuren angewendet werden. Die Fruchtsäuren, die einen angenehmen säuerlichen Geschmack bewirken, sind mild und darmfördernd. Große Mengen der schwer resorbierbaren Säuren wirken schwach laxierend (abführend).
Nebenwirkung: Keine bekannt.
Anwendung:
Anwendungsgebiete: Aufgrund der schwach laxierenden (abführenden) Wirkung kann die Droge bei Obstipation (Stuhlverstopfung) angewendet werden, außerdem kann sie zur Erfrischung als durstlöschendes Getränk verwendet werden.
Dosierung und Art der Anwendung: Auf 1 Esslöffel der Droge kommt 1 Liter kochendes Wasser. Den Teeaufguß ziehen lassen (5-10 min.), er bekommt eine rötliche Färbung.
Wirkstoff/Droge:
Die Droge Flores Hibisci besteht aus getrockneten, fleischigen Kelchen der Blüte von der einjährigen Pflanze Hibiscus sabdariffa L. Die Droge enthält Kaliumsalze und Fruchtsäuren (Zitronen-, Äpfel-, Weinsäure), überwiegend Hibiscussäure (Allohydroxyzitronensäurelacton, Anthocyanfarbstoffe, Schleimpolysaccharide).

Literatur:
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage; Gustav Fischer Verlag
Rudolf Fritz Weiß "Lehrbuch der Phytotherapie", 7. Auflage; Hippokrates Verlag
Wagner, Wiesenauer "Phytotherapie"; Gustav Fischer Verlag
Norman Grainger Bisset (Hrsg.) "Herbal Drugs"; Medpharm Scientific Publishers |