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Heublumen

Name: Heublumen
Botanischer Name: Graminis flos

Beschreibung:
Heublumen sind die Blüten verschiedener Gräser (Gramineae), die auf den Wiesen wachsen und nach dem Schnitt das Heu bilden. Eines der häufigsten Wiesengräser ist das Ruchgras (Anthoxantum odoratum), welches auch den typischen Geruch der Heublumen hervorruft.

Wirkung:
Die Droge wirkt lokal hyperämisierend (durchblutungsfördernd) und sie bewirkt eine Schmerzlinderung und Muskelentspannung eine Durchblutungssteigerung der inneren Organe über cuti-viscerale Reflexe. Bei der direkten Auflage auf die Haut können auch Wirkstoffe resorbiert werden, die örtlich und auch generalisiert therapeutische Effekte haben können.
Nebenwirkung: In seltenen Fällen können allergische Hautreaktionen auftreten.

Anwendung:
Anwendungsgebiete: Zur lokalen Wärmetherapie bei degenerativen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, z.B. bei Hexenschuss.
Dosierung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet: 1-2mal täglich als feuchtheiße Kompresse äußerlich anwenden. Der Heublumensack wird mit soviel kochendem Wasser übergossen, dass er gerade bedeckt ist, 5 Minuten ziehen lassen, dann das Wasser abgießen und gut abtropfen lassen. Der etwa 42°C warme Heublumensack wird direkt auf die zu behandelnde Stelle aufgelegt, zur Umgebung hin abgedeckt und 40-50 Minuten lang liegengelassen.
Besondere Hinweise: Gegenanzeigen: Offene Verletzungen, akute rheumatische Schübe, akute Entzündungen. Es empfiehlt sich die Verwendung fertiger Heublumensäcke, da sich im Heu Milben und Mykotoxin bildende Mikroorganismen ansiedeln, aus hygienischen Gründen sollte der Heublumensack nur einmal verwendet werden.

Wirkstoff/Droge:
Heublumen sind hauptsächlich die getrockneten Blüten (Spelzen), aber auch die Samen, Stängel und Blätterteile von verschiedenen Wiesenkräutern. Die Zusammensetzung kann je nach Lage der Wiese, von der das Heu stammt, sehr verschieden sein. Bei der Trocknung entsteht durch einen Fermentationsprozeß der typische Geruch.

Literatur:
Bundesanzeiger
Rita Rotmaler "Phytotherapie"; Sonntag Verlag
Rudolf Fritz Weiß "Lehrbuch der Phytotherapie", 7. Auflage; Hippokrates Verlag