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Frauenmantel

Name: Frauenmantel
Botanischer Name: Alchemilla xanthochlora ROTHM.
Umgangssprachlicher Name: Taukraut
Sonstige, umgangssprachliche Namen: Alchemilla vulgaris auct., Marienmantel, Taukraut, Himmlisches Wasser, Alchimistenkraut, Löwenfuß, Frauenbiß, Sinau, Sonnentau, Wiesensinau, Tauhaltauf, Marienkraut

Beschreibung:
Der Frauenmantel ist eine kleine Pflanze mit gelblichgrünen Blüten. Die aus dem Wurzelstock auf langen Stielen sprießenden, anfangs noch zusammengefaltet, später sich rundflächig ausbreitenden Blattschalen wirken wie vom Wind umgeknickte Regenschirme. Die feinen Zacken des handförmigen Blattes tragen Perlen, die nicht etwa der Tau hinterlassen hat, sondern die durch das Schwitzen der Pflanze entstanden sind. Der Duft der Blüten ist honigähnlich.
Blütezeit: Mai bis Oktober
Sammelzeit: morgens bei trockenem Wetter zwischen September und Oktober
Sammelgut: das blühende Kraut, auch mit Wurzel

Vorkommen:
Herkunft: ganz Europa, Nordamerika, gemäßigte Zonen Asiens
Standort: feuchte Wiesen und Weiden, Hänge, Wegraine, Bachränder.
Verbreitung: Ebene bis Hochgebirge

Wirkung:
Die Droge wirkt adstringierend (zusammenziehend) und eventuell leicht spasmolytisch (krampflösend).
Nebenwirkung: Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten. Leberschädigende Wirkungen sind nicht nachgewiesen.

Anwendung:
Anwendungsgebiete: leichte unspezifische Durchfallerkrankungen. Wissenschaftlich nicht nachgewiesen, jedoch häufig genannt sind Heilanzeigen wie Magen-Darm-Katarrh, Durchfall, Einschlafstörungen, Menstruationsbeschwerden, klimakterische Störungen und Kreuzschmerzen.
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: mittlere Tagesdosis: 5 bis 10g Droge; Zubereitungen entsprechend.
Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Aufgüsse und Abkochungen sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.
Dauer der Anwendung: Sollten die Durchfälle länger als 3 bis 4 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen.
Besondere Hinweise: Man sollte nur trockenes Kraut pflücken.

Wirkstoff/Droge:
Frauenmantelkraut, bestehend aus den während der Blütezeit gesammelten, frischen oder getrockneten oberirdischen Teilen von Alchemilla vulgaris LINNÉ (Synonym: Alchemilla xanthochlora ROTHM.), sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Gerbstoffe vom Ellagitannintyp und Flavonoide.

Literatur:
Bundesanzeiger
Inge Lindt "Naturheilkunde" ; Buch und Zeit Verlags GMBH Köln
Maurice Mességué "Das Mességué Heilkräuter Lexikon" ; Verlag Fritz Molden
Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6.Auflage ; Gustav Fischer Verlag