Enzyme

Enzyme sind als Biokatalysatoren unverzichtbar für alle Stoffwechselvorgänge. Spezielle Enzyme, so genannte Proteasen, sind in der Lage Proteine unter Wassereinlagerung zu spalten. Diese Enzyme lassen sich auch therapeutisch und in der Vorsorge nutzen.
Schon die Indianer nutzten die Blätter und Früchte enzymhaltiger Pflanzen, etwa des Melonenbaumes oder der Ananaspflanze, zur lokalen Wundbehandlung. Wirksam waren auch hier, wie man heute weiß, die Proteasen.
Als man dann vor etwa 30 Jahren die Enzyme so aufarbeiten konnte, dass sie nicht durch die Magensäure inaktiviert werden konnten, begann die eigentliche Enzymtherapie.
Das aus der Ananaspflanze gewonnene Proteasengemisch, das als Bromelain bezeichnet wird, eignet sich besonders gut zur Behandlung von Entzündungen und zum Abbau von Ödemen. Deshalb kommt es gerade dort zum Einsatz, wo Entzündungen und Ödeme gemeinsam auftreten, nämlich in der Orthopädie, der Chirurgie und bei Sportverletzungen.
Das Proteasengemisch Bromelain wird aus den unreifen Früchten und vor allem aus den Stämmen der Ananaspflanze gewonnen. Durch Auspressen der Pflanzenteile gewinnt man zunächst Saft, aus dem anschließend die Proteasen isoliert und durch verschiedene Verfahren angereichert werden. Das auf diese Weise erhaltene Enzymgemisch enthält verschiedene Glykoproteine mit eiweißspaltender Aktivität. Therapeutisch verwendet wird Bromelain entweder als Monopräparat oder in Kombination mit anderen Enzymen oder Arzneistoffen
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